Manuelle Therapie

Die manuelle Therapie bildet einen Teilbereich der Krankengymnastik und beinhaltet alle manuellen Behandlungstechniken, die der Behebung reversibler Funktionsstörungen an der Wirbelsäule und den Extremitäten dienen. Schmerzlindernde Maßnahmen erfolgen durch Bewegung im schmerzfreien Bereich und mechanische Reizsetzung. Komprimierte Nervenwurzeln und schmerzhafte Gelenkstrukturen können durch dosierten Zug (Traktionsbehandlung) entlastet werden. Gezielte Mobilisationstechniken verbessern die Beweglichkeit von bewegungseingeschränkten Gelenken und entspannen die Muskulatur. Die Belastbarkeit von instabilen Gelenken wird durch Kräftigung der gelenkumgebenden Muskulatur und Koordinationsschulung gesteigert.

Hierbei kommen verschiedene Techniken zum Einsatz, die je nach Indikation angewandt werden:

Beispiel an einem eingesteiften Schultergelenk

Um eine eingeschränkte Abduktion (seitliches Anheben der Schulter) zu behandeln, ist keine reine anguläre (im Winkel) geführte Bewegung durchzuführen, sondern man behandelt manualtherapeutisch mit einer translatorischen Rollgleitbewegung nach caudal (Bewegung unter Traktion "fusswärts") um keine weitere Schädigung im Gelenk zu verursachen.

Je nach Indikation sind hier begleitende physikalische Maßnahmen vor (Wärme) oder nach der Behandlung (Kältetherapie) angezeigt.

Es werden folgende Manuelle Therapie-Konzepte in die Behandlung mit einbezogen:
Manuelle Therapie nach Evjent/Kaltenborn, Cyriax, Maitland, Mc Kenzie, Brügger (nur ein Teilbereich!), F.B.L., Mézières.

Des weiteren werden Manuelle Techniken auch in der Osteopathie eingesetzt (Strukturelle parietale Osteopathie), dies ist jedoch nur ein Teilbereich der Osteopathie.

Geschichte der Manuellen Therapie

Der Begriff "Manuelle Therapie" ist nur historisch zu verstehen. Er entstand in den 1950er Jahren, um die therapeutische Anwendung der Hand zu betonen im Gegensatz zur damalig vorwiegend aktiven Übungsbehandlung. Geoffrey Maitland in Australien und Freddy Kaltenborn mit Olaf Evjenth in Norwegen entwickelten jeweils Konzepte der Manuellen Therapie, die für die Physiotherapie prägend geworden sind. 1974 schlossen sie und weitere Manualtherapeuten sich zur Internationalen Föderation für Orthopädische Manuelle Therapie (IFOMT) zusammen. Diese definiert die Orthopädische Manuelle Therapie (OMT) als ein Konzept für die Untersuchung und Behandlung von Symptomen und Funktionsstörungen des arthro-neuro-muskulären (Gelenk-Nerven-Muskeln)-Systems. Manuelle Therapie ist daher als eine Spezialisierung innerhalb der Physiotherapie zu betrachten, die sich auf das arthro-neuro-muskulären Systems konzentriert.

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